Das Buch

Im Buch „Jeden Tag ein bisschen leben“ machen Richard und Anja aus der Todesnachricht Bauchspeicheldrüsen-krebs das Beste: Sie leben und lieben gemeinsam bis zum letzten Tag. Doch um dies realisieren zu können, ist eine komplexe Organisation, ein verlässliches Netzwerk und mitunter eine große Portion Humor erforderlich. Und manchmal ist es auch nötig, zu ungewöhnlichen Mitteln zu greifen.

Zum Inhalt

Als Richard erfährt, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist, ändert sich scheinbar alles. Trotzdem versuchen er und seine Frau Anja, dem Leben Normalität abzugewinnen. Eben weil es nicht ertragbar ist, von morgens bis abends nur diese grausame Krankheit in das Zentrum allen Handelns zu stellen. Ja, es ist eine Todesnachricht. Irgendwie ja für beide. Für Richard, weil es weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, und für Anja, weil sie weiß, dass die großen gemeinsamen Zukunftspläne ihre Relevanz verloren haben. Nach einer Phase, in der Schmerz und Handlungsunfähigkeit das Leben bestimmen, arrangieren sich beide mit der Situation. Jetzt verwirklichen sie trotz allem ihre kleinen Träume. Sie leben ein ganz normales, durchaus spannendes und sehr emotionales Leben. Sie stellen ihre eigenen, teils ungewöhnlichen Regeln auf, um genau das zu schaffen. Sie holen sich Hilfe von einem großen Netzwerk. Und sie lassen sich von den mitunter unfassbaren Reglementarien des Gesundheitssystems nicht abschrecken.

Als zeitlicher roter Faden dieser Erzählung fungierten ein Kalender und drei WhatsApp-Gruppen. In diesen wird als Chronologie unvermeidbar der Krankheitsverlauf abgebildet. Aber es werden (ganz nebenbei) auch sehr viele sachliche, hilfreiche und humorvolle Informationen und Tipps rund um diese Krankheit zusammengetragen: ihr Erkennen, ihr Verlauf, der Umgang und das Leben mit ihr.

Neben der Thematisierung der (immer häufiger ausbrechenden) Krankheit Bauchspeicheldrüsenkrebs soll das Buch verdeutlichen, dass das Leben auch mit dieser Krankheit lebenswert ist und sehr viel Spaß macht. Aber es soll auch aufzeigen, dass es sich lohnt und wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und deutliche Grenzen zu ziehen.

von Annedore Bose-Munde